Bücher-Licht

Auf Fab.com habe ich vor einiger Zeit Lampen aus Buch- und Landkartenschnipseln gesehen. Die Idee fand ich so schön, dass ich daraufhin ein Teelicht aus Buchschnipseln gebastelt habe.

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Ich habe dazu ein kleines “Goldfischglas” bei NanuNana gekauft und aus einem Buch, das ich doppelt im Regal stehen hatte, Kreise ausgeschnitten – also ein wunderbares Recycling-Projekt 🙂

Man benötigt:

  • Kugelförmiges Glas
  • Altes Buch (möglichst dünnes Papier, damit das Licht besser durchscheint)
  • Heißklebepistole
  • Schablone für Kreise (z.B. Pinnchen-Glas)

Dann einfach viele, gleich große Kreise ausschneiden. Am oberen Rand des Glases beginnen, die Kreise aufzukleben – immer einen Klecks Kleber auf das untere Drittel der Kreise geben, damit sich die Papierkreise ein wenig auffächern und nicht so angeklatscht wirken.

Ich habe eine älteres Buch genommen, das auf ziemlich dickem Papier gedruckt ist. Das Bücher-Licht wäre sicher noch viel schöner, wenn man dünneres Papier nehmen würde.

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Review: The Queen’s Summer Holiday (Elisa Ellen)

The Queen’s Summer Holiday spielt mit einer witzigen Idee: Die Queen ist ihr royales Leben leid und verbringt deshalb ihre Sommerferien inkognito als pensionierte Lehrerin bei Clare, einer Londoner Floristin. Natürlich wissen die neuen Freunde der Queen nicht, wen sie eigentlich in ihr Leben gelassen haben. Die sich daraus entspinnenden Situationen sind zu Beginn wirklich amüsant, spätestens nach 30 % der Buches wird es allerdings etwas langweilig – zumal sich der Nebenplot (zwei Gauner, die stark an die Bösewichte in “Kevin allein zu Haus” erinnern, planen die Queen zu entführen) nie weiterentwickelt und sich auch nie auflöst.

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Ich habe vor einigen Jahren “Die souveräne Leserin” gelesen. Ein Buch, das mit dem gleichen Gedanken wie “The Queen’s Summer Holiday” spielt: Die Queen als normalen Menschen darzustellen, die mit ihrem royalen Leben nicht mehr zufrieden ist. Doch während “Die souveräne Leserin” diese Idee kurz, knackig und schön umsetzt, zieht sich “The Queen’s Summer Holiday” vor allem durch die Selbstverständlichkeiten, die permanent wiederholt werden, in die Länge. So bekommen wir nach 57 % des Buches nochmal gesagt:

Very funny that, he thought. The Queen is Clare’s boss and Clare is – at the same time – the Queen’s, alias Lizzy’s boss. It was mind-boggling.”

Oha. Das ist ja was Neues. Nachdem man 57 % des Buches (ca. 170 Seiten) ausschließlich darüber gelesen hat, wie die Queen (alias Lizzy) in Clare’s Blumenladen arbeitet und wie komisch das doch eigentlich ist, ist so ein plakatives Statement nun wirklich keine literarische Glanzleistung.

Außer der Tatsache, dass die Queen permanent darüber erstaunt ist, wie normale Menschen leben, passiert in dem Buch herzlich wenig. Der einzige, sich weiterentwickelnde Handlungsstrang ist die Liebesgeschichte zwischen dem Privatsekretär der Queen und der Blumenhändlerin Clare. Die wird wahnsinnig realistisch dargestellt: Einen Tag, nachdem sich die beiden kennengelernt haben, sagt der Privatsekretär zur Queen

I think I am very much falling in love with Clare […] – and if – so God help me – she hears my pleas and will marry me, then I am going to secure her and Joey as become a permanent instalments of our lives, making them a part of the court crowd.”

Na klar.

Fazit: Wahrlich keine literarische Glanzleistung aber auch kein völliger Griff ins Klo. Die ersten 30 % des Buches sind wirklich schön zu lesen und machen Spaß. Danach wird es irgendwann mühsam, weil schlicht und einfach nichts passiert…

Gestrickte Kindle-Tasche

Im Winter war ich auf der Suche nach einer Schutzhülle für meinen Kindle, die weder teuer, noch zu schwer oder störend sein sollte.

Weder bei Amazon noch bei Dawanda konnte ich Produkte finden, die mich wirklich hätten überzeugen können. Deshalb habe ich die Stricknadeln geschwungen und meine eigene Kindle-Tasche gestrickt – sehr simpel übrigens!

Man benötigt

  • Stricknadeln (relativ dünn)
  • Zwei 50g Knäuel Wolle
  • Knopf

Ich habe Filzwolle genommen, die meines Erachtens gut geeignet ist, weil sie nicht fusselt und gleichzeitig schön fest ist. Damit der Kindle wirklich gut geschützt ist, habe ich die Tasche mit sehr dünnen Nadeln gestrickt, denn dadurch wird das Gestrick sehr fest. Durch das Muster (abwechselnd linke und rechte Maschen) wird die Tasche relativ dick, d.h. auch ein kleiner Sturz kann dem Kindle nichts anhaben.

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Schritt 1: Eine gerade Anzahl an Maschen anschlagen und dann jede Reihe abwechselnd linke und rechte Maschen stricken. Ich habe alle acht Reihen die Farbe gewechselt.

Schritt 2: Der entstehende “Schal” sollte fertig so lang sein, dass er in der Mitte zusammengeklappt so groß ist wie euer ebook-Reader.

Schritt 3: “Schal” zusammenklappen und an den Seiten zusammennähen.

Schritt 4: Ein kleineres Rechteck stricken, das hinterher als Verschluss dient. Sofern ihr die Tasche wie ich mit einem Knopf verschließen möchtet, müsst ihr nach etwa 3/4 eures Rechtecks ein Knopfloch stricken.

Schritt 5: Das Rechteck wird auf der Rückseite der Tasche angenäht. An entsprechender Stelle wird auf der Vorderseite der Tasche ein Knopf angenäht.

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